Neuheit: Druckluftspeicher für Strom aus Windkraft- und Solaranlagen

Ein Problem, das mit der Energiewende verbunden ist, bleibt, dass Wind und Sonnenschein keine verlässlichen Energiequellen darstellen. Während an manchen Tagen die Sonne nicht scheint und kein Wind weht, produzieren diese Energiequellen an anderen Tagen so viel Strom, dass das Stromnetz diesen nicht restlos abnehmen kann. Dieses Problem könnte durch einen geeigneten, kostengünstigen Zwischenspeicher gelöst werden. Wie das Innovationsmagazin Technology Review in seiner aktuellen Online-Ausgabe berichtet, geht die Physikerin Danielle Fong davon aus, eben diesen gefunden zu haben. So schlägt sie vor, den auf diese Weise überschüssig produzierten Strom in Pressluft umzuwandeln und diese – abweichend von bisherigen Ansätzen – in geeigneten Tanks zu speichern. Die 24 Jahre junge Forscherin glaubt, dass sich dadurch die Rentabilität von erneuerbaren Energien entscheidend verändern würde.

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Die Solar-Industrie: Hype oder Fail? Ein kurzer Überblick über die aktuelle Situation

Solar Decathlon EuropeTrotz nahezu täglicher Schlagzeilen über Stellenabbau von Solarfirmen, die insolvent gegangen sind, kann die deutsche Solarindustrie scheinbar aufatmen.

Auch wenn der Monat Juli 2012 laut www.deraktionaer.de der zweitschwächste Monat des Jahres mit einer Neuinstallation von Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 543 Megawatt war, wurden die Vorjahreswerte deutlich übertroffen. Die Prognosen für den Jahresabschluss 2012 der deutschen Solarindustrie sind denkbar gut. Bereits nach den ersten sieben Monaten des Jahres wurden Solaranlagen mit einer Gesamtstärke von 4,9 Gigawatt neu installiert.  So würde eine Fortsetzung der Zahlen des relativ gesehenen schwächelnden Monats Juli bereits ausreichen um den hohen Gesamtwert neu in Betrieb genommener Solaranlagen 2011 (Gesamtleistung von 7,5 Gigawatt) zu übertreffen.

Den starken Zahlen der vergangenen Monate, sowie den positiven Entwicklungen stehen nach wie vor Überkapazitäten und Unsicherheiten über zukünftige Preisentwicklungen gegenüber. Auch Schlagzeilen über die Insolvenz von Solarwerken, wie die der in  Sachsen Anhalt ansässigen Firma Sovello mit einer Kündigung von allen 1000 Mitarbeitern, zeigen die andere, weniger zuversichtlich erscheinende, Seite der deutschen Solarindustrie. Auch greifen viele „deutschen Häuslebauer“ laut dem Greenpeace-Magazin vermehrt  auf die viel günstigeren Alternativen, deren Solarmodule aus Asien stammen, zurück.

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MS Turanor PlanetSolar – Einmal um die Welt

MS Turanor PlanetSolar

Quelle: DPA

584 Tage, 23 Stunden, 31 Minuten – so lange brauchte die MS Turanor PlanetSolar für ihre Weltumrundung. Keine besonders beeindruckende Leistung, schließlich schaffen das Düsenflieger und Co. in wenigen Tagen. Doch die Besonderheit liegt nicht in der Zeit begründet, die das Schiff benötigte. Sondern in der Tatsache, dass ausschließlich Sonnenkraft die Antriebsenergie für die Überquerung aller Weltmeere genutzt wurde.

Auf Jule Vernes Spuren

Mit bloßer Sonnenkraft über die Weltmeere, das klingt nach einer Abenteuerreise mit Jule Verne. Und genau dieses Meisterwerk war es, das den Schweizer Raphael Domjan zu seinem Trip animierte. Neben bloßer Abenteuerlust wollte der 39jährige Domjan beweisen, dass eneuerbare Energien bereits heute Leistungsstark sind und eine ernsthafte Alternative zu fossilen Brennstoffen darstellen.

Ein Schiff der Superlative
14 Monate Bauzeit in der Kieler Werft Knierim Yachtbau waren nötig, um die 31 m lange und 15m breite PlanetSolar fertigzustellen. Rund 12,5 Millionen Euro und über 60.000 Arbeitsstunden stecken in der PlanetSolar. Insgesamt 537 qm an Sonnenkollektoren versorgten das Schiff mit der nötigen Energie. Sechs Blöcke Lithium-Ion-Batterien speicherten so viel Solarstrom, dass das Schiff bis zu drei Tage ohne Tageslicht permanent navigiert werden konnte.

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Helios-Projekt: Griechenland als Solarstrom-Lieferant

Die Ausgangslage ist klar: Griechenland hat ein immenses Schuldenproblem und kaum Schwerindustrie, die das Wirtschaftswachstum wieder ankurbeln und gleichzeitig den Schuldenstand absenken könnte. Dafür hat Griechenland mit 300 Sonnentagen im Jahr Sonne satt. Deutschland hingegen muss zusehen, dass der Energiewandel weg von der Atomkraft gelingt, ist als mitteleuropäisches Land aber nicht gerade mit Sonnenschein gesegnet. Das klingt nach einer win-win-Situation: Griechenland erhält Investitionen und baut riesige Photovoltaik-Kraftwerke. Deutschland kauft den Hellenen den grünen Strom schließlich zu kostengünstigen Preisen ab. Konkret trägt das Programm zur Errichtung von Photovoltaik-Kraftwerken den Namen „Helios“ und wird von Griechenlands Umweltminister Giorgos Papakonstantinou gerade massiv bei potentiellen Investoren beworben. Bis zu 10.000 Megawatt soll „Helios“ pro Jahr erwirtschaften, das entspräche dem Gesamtverbrauch Griechenlands. Der produzierte Strom soll dann aber ins EU-Ausland, vorzugsweise nach Mitteleuropa, exportiert werden. Die Skepsis rund um das 20 Milliarden-Projekt ist derzeit bei den potentiellen Geldgebern aber noch groß. Zu viele Fragen wie feste Einspeisetarife, Laufzeiten, Vertragspartner oder die immer noch im Raum stehende Rückkehr zur Drachme konnten bisher nicht zufriedenstellend beantwortet werden. Dennoch rechnet Papakonstantinou bereits Ende 2013 mit der Inbetriebnahme des ersten Photovoltaik-Kraftwerkes.

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World Solar Challenge

worldsolarchallengeMineralöl-Unternehmen schrauben den Benzinpreis auf ein historisch hohes Niveau und sorgen für blankes Entsetzen an den Zapfsäulen. Immer öfter machen die vielen Millionen Autofahrer ihrem Unmut über die Preistreiberei Luft, doch fehlt es an geeigneten Alternativen: kaum vorstellbar, wie der Weg zur Arbeit, für Besorgungen oder zum Tennis-Training ohne motorisiertes Gefährt zu bewältigen wären. In Australien jedoch legen einmal im Jahr Dutzende von Automobilen insgesamt 3000 KM zurück, ohne auch nur einen Tropfen Benzin zu verbrennen. Die Teilnehmer der sogenanntenWorld Solar Challenge nutzen lediglich die Sonne als Energielieferant.

Mit der Sonne auf über 100 km/h

Knapp 30 Rennboliden der besonderen Art starten bei dem Wettbewerb in Down Under. Es gilt die Strecke von Darwin bis nach Adelaide über öffentliche Straßen quer durchs Outback hinter sich zu lassen. Im Teilnehmerfeld finden sich größtenteils Universitäten und Forschungseinrichtungen, die großen Autobauern sucht man vergebens. Ein möglicher Grund für ihre Fernbleiben könnte der bescheidene Einfluss der Challenge auf die Straßenkreuzer von morgen sein: Das strenge Reglement des Veranstalters erlaubt großflächige Fahrzeuge, die meistens nur Platz für eine Person und kein Stauraum für Gepäck vorsehen. Eine hohe Anzahl von leistungsstarken Solarzellen verteilt auf möglichst geringem Gewicht heißt die Formel des Erfolges. Ob der technischen Fortschritte und erreichten Spitzengeschwindigkeiten (die Solar-Flitzer erreichen Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 100 km/h) führten die Veranstalter die allgemeine Helmpflicht ein.
Weitere Informationen zum Challenge: www.worldsolarchallenge.org

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Desertec Solar Millenium

Energie für Europa soll aus der Wüste kommen

DESERTEC-FoundationDer europäische Energie-Hunger treibt die Staaten des alten Kontinents immer mehr in die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Daher setzt Europa seit einigen Jahren verstärkt auf erneuerbare Energien, der Anteil von Wind-, Sonnen-, Wasser- und Biomasseenergie am Strommix wird jährlich gesteigert. Doch gerade die Solarenergie kann in den gemäßigten Breiten nicht optimal ausgeschöpft werden. Mit dem Projekt Desertec sollen nun Regionen des Mittelmeeres und des Nahen Ostens die Energie nach Europa liefern.
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Bis 2050: 15% des europäischen Energiebedarfs abdecken

Das Ziel ist ambitioniert: Bis zum Jahr 2050 plant Desertec, 15% des europäischen Bedarfs mit Energie aus erneuerbaren Quellen abzudecken. Dazu unterzeichneten 13 namhafte Firmen (u.a. Münchener Rück, Siemens, E.ON, RWE, Deutsche Bank) 2009 eine Absichtserklärung, um das Desertec-Projekt weiter voranzutreiben. Ein Fokus des Projekts liegt auf Sonnen- und Windkraftanlagen in Nordafrika. Bereits in diesem Jahr beginnen in Marokko die Bauarbeiten an einer Referenz-Solaranlage, die 2016 ans Netz gehen und eine Leistung von 500 Megawatt erzeugen soll. Die Gesamtkosten für die zwölf Quadratkilometer große Anlage werden auf rund zwei Milliarden Euro geschätzt. Marokko ist ein idealer Partner für das Referenz-Projekt, da bereits eine Stromtrasse durch die Meerenge von Gibraltar nach Spanien führt und so der marokkanische Strom direkt für Europa nutzbar wird. Ende 2011 wurden auch Machbarkeitsstudien und Absichtserklärungen mit Marokkos nordafrikanischem Nachbarn Algerien beschlossen, auch Tunesien gilt als möglicher Standort für ein Referenzprojekt.
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Imagefilm der DESERTEC FOUNDATION

Quelle aller Fotos: DESERTEC FOUNDATION

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