World Solar Challenge
Mineralöl-Unternehmen schrauben den Benzinpreis auf ein historisch hohes Niveau und sorgen für blankes Entsetzen an den Zapfsäulen. Immer öfter machen die vielen Millionen Autofahrer ihrem Unmut über die Preistreiberei Luft, doch fehlt es an geeigneten Alternativen: kaum vorstellbar, wie der Weg zur Arbeit, für Besorgungen oder zum Tennis-Training ohne motorisiertes Gefährt zu bewältigen wären. In Australien jedoch legen einmal im Jahr Dutzende von Automobilen insgesamt 3000 KM zurück, ohne auch nur einen Tropfen Benzin zu verbrennen. Die Teilnehmer der sogenanntenWorld Solar Challenge nutzen lediglich die Sonne als Energielieferant.
Mit der Sonne auf über 100 km/h
Knapp 30 Rennboliden der besonderen Art starten bei dem Wettbewerb in Down Under. Es gilt die Strecke von Darwin bis nach Adelaide über öffentliche Straßen quer durchs Outback hinter sich zu lassen. Im Teilnehmerfeld finden sich größtenteils Universitäten und Forschungseinrichtungen, die großen Autobauern sucht man vergebens. Ein möglicher Grund für ihre Fernbleiben könnte der bescheidene Einfluss der Challenge auf die Straßenkreuzer von morgen sein: Das strenge Reglement des Veranstalters erlaubt großflächige Fahrzeuge, die meistens nur Platz für eine Person und kein Stauraum für Gepäck vorsehen. Eine hohe Anzahl von leistungsstarken Solarzellen verteilt auf möglichst geringem Gewicht heißt die Formel des Erfolges. Ob der technischen Fortschritte und erreichten Spitzengeschwindigkeiten (die Solar-Flitzer erreichen Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 100 km/h) führten die Veranstalter die allgemeine Helmpflicht ein.
Weitere Informationen zum Challenge: www.worldsolarchallenge.org